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Kleine Chronik von Friedrichswerth
Die Gemeinde Friedrichswerth, ehemals Erffa genannt, liegt 11 km nördlich von Waltershausen und 15 km westnordwestlich der Kreisstadt Gotha. Größter und prächtigster Bau unseres Ortes ist zweifellos das barocke Schloss mit angrenzendem Garten und gegenwärtig wasserlosem Graben. Es wurde innerhalb von 12 Jahren, von 1677–1789, erbaut. Die Gustav-Adolf-Kirche in der Ortsmitte wurde von einem kinderlosen Ehepaar, dem damaligen Domänenrat Eduard von Hagen und seiner Frau Wilhelmine gestiftet. Der Bau dauerte 5 Jahre, von 1855–1860.
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Ein weiteres, stattliches Gebäude ist unser Waisenhaus. Stifter dieses Hauses waren der Rat und Landdrost Otto Christoph Schulze und seine Gattin Dorothea Margaretha. Schulze war bei Kurfürsten, Herzögen und Fürsten im Dienst und bis ans englische Königshaus bekannt. Die Stiftung besagt, dass damals 12 Knaben und 4 Witwen aufgenommen wurden. Unter dem Motto „deo et proximo – Gott zu Ehren und dem Nächsten zu Wohle“, sollten die Kinder zu gottesfürchtigen und braven Menschen erzogen werden.
Der wohl bekannte Sohn unseres Ortes ist Hermann Haack. Er wurde am 29. Oktober 1872 in Friedrichswerth geboren. Sein Geburtshaus erinnert mit einer Gedenktafel und einem Haack-Zimmer an den über die Landesgrenzen hinaus bekannten Kartographen.
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Prof. Dr. Dr. Hermann Haack
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- geboren am 29. Oktober 1872 in Friedrichswerth - Geograph, Kartograph, Professor (seit 1920), Dr. phil. (Halle 1896), Dr. h. c. (Jena 1952) - seit 1897 Mitarbeiter in der Geographischen Anstalt Justus Perthes - trat 1944 71-jährig in den Ruhestand - wirkte von 1946-54 als Herausgeber und Schriftleiter von "Petermanns Geographische Mitteilungen" - wurde 1952 Ehrendoktor der Universität Jena und erhielt 1953 den Nationalpreis 1. Klasse für Wissenschaft und Technik - setzte sich als 82-Jähriger endgültig zur Ruhe-Betrieb erhielt aus diesem Anlaß seinen Namen (1954-90: VEB Hermann Haack) - Markenname "Hermann Haack Gotha"-"Nestor der deutschen Kartographie, dessen Leistungen weltweite Anerkennung fanden" - Ehrenbürger anlässlich seines 81. Geburtstages am 29. Oktober 1953 - gestorben am 22. Februar 1966 in Gotha - seit 1996 Hermann-Haack-Straße
Quelle: www.gotha.de
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Friedrichswerth befindet sich am rechten Ufer der Nesse in einer fruchtbaren Talniederung, die nach Süden und Westen von kleinen Anhöhen umgeben ist und sich nach Nordwesten allmählich erweitert. Das Klima ist eher rau und unfreundlich, da in der Umgebung des Ortes kein schützender Wald angrenzt. Den größten Teil des Jahres weht der sogenannte Nessetalwind, der dem Laufe der Nesse folgend, von Ost nach West und umgekehrt, seine Richtung einschlägt. Lenkt man seine Schritte über das Oberdorf hinaus, so grüßt aus der Ferne der sagenumwobene Hörselberg (486 m) und in der weiteren Entfernung der Inselsberg (916 m), Thüringens dritthöchster Berg.
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Blick über den Ort mit dem Schloss im Hintergrund
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In der Gemeinde sind verschiedene Handwerksbetriebe ansässig, der Ortskern ist geprägt von noch teilweise gut erhaltenen Fachwerkhäusern. Seit 1991 gehört die Gemeinde Friedrichswerth zur Verwaltungsgemeinschaft „Nessetal“.
www.friedrichswerth.eu
Auszug aus der Festschrift zur 1200-Jahr-Feier, verfasst von Jörg Möller
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Feuerwehrverein Links
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